Andrea Mozzato wurde 1969 in Venedig geboren und wuchs in einer künstlerisch und musikalisch geprägten Familie auf. Sein Vater war Maler, seine Mutter (geboren in Tirana) spielte Klavier, seine Onkel spielten Geige und Akkordeon. Seine Großmutter aus Apulien brachte ihm die ersten Akkorde auf der Gitarre bei und sang Volkslieder aus Apulien und Albanien.
Mit sechs Jahren begann er mit dem Klavierunterricht und spielte in einer Kinder- Perkussionsgruppe, die u.a. auf dem Markusplatz auftrat. Mit neun Jahren begann er klassischen Gitarrenunterricht bei Olivia Verini und gab mit zwölf sein Solodebüt in der Kirche San Zaccaria mit Werken von The Who, Zappa und Led Zeppelin. Später widmete er sich Fingerpicking-Techniken, inspiriert durch Maurizio Angeletti.
Neben seiner Tätigkeit als Historiker an Institutionen wie Ca’ Foscari, Villa I Tatti und Heidelberg blieb er musikalisch aktiv. 1991 verkaufte er seine E-Gitarren und widmete sich ganz der akustischen Gitarre. Er gründete das Trio Slow Circle und nahm Unterricht bei bekannten Künstlern wie Duck Baker, Franco Morone und Ian Melrose.
1998 traf er Tim Sparks – ein Wendepunkt, der sein Interesse für mediterrane und Balkanklänge intensivierte. 2001 gründete er das Quartett Galere di Fiandra e di Siria und spielte Konzerte in Italien, Deutschland, Frankreich, Griechenland und Albanien – oft mit dem Kontrabassisten Alvise Seggi. 2003 begann er mit dem Oud-Spiel, inspiriert durch Anouar Brahem, und zog 2005 dauerhaft nach Berlin.
In Berlin spielte er mit Gruppen wie Senlemen (Tango/Aserbaidschan), Alwan Ensemble (Arabische Kunstmusik), Ljuti Hora (Balkan), Saranda (Zigeuner), Dimitri Cantemir Ensemble (Türkische Musik), und Al-Qantara (Barock/Irisch), oft mit Sängerinnen wie Sandra Nahabian oder Vasiliki Alymara. Als Solist interpretiert er auf dem Oud Werke von Bach, Mozart, Piazzolla und Jazz.